Update 17.08.2012


Hallo liebe Beatrice,

nachdem ich nun schon über 5 Monate in meinem neuen zu Hause bin, dachte ich, es ist an der Zeit, dass ich dir auch mal selbst schreibe. Bis jetzt hat es ja immer mein Frauchen für mich getan.
Ja, also wo fange ich denn jetzt an, ich habe in den letzten Monaten so viel Neues und Aufregendes erlebt, aber es war Nichts, was mich in irgend einer Weise beängstigt hat. Ich war ja nun schon einmal mit meiner Familie in Urlaub und im September fahren wir nochmal zwei Wochen mit dem Wohnmobil weg. Mein Frauchen und mein Herrchen haben ja noch zwei Söhne, meine Menschenbrüder Stephan und Christian. Die mag ich beide ganz dolle. Zu Stephan kann ich leider nicht mitgehen, weil seine Freundin zwei Katzen hat, aber zu Christian und seiner Freundin gehe ich ganz oft. Das ist immer toll, denn die beiden haben einen großen eingezäunten Garten und ganz viel Spielzeug für uns. Und wenn Jutta und Eckhard uns mal nicht mitnehmen können, dann gehen wir zu Christian. Gärten und Gassigehen ist sowieso meine Leidenschaft, ich bin nämlich eine richtige Sportskanone, fange den Ball immer aus der Luft. Morgens gehen wir immer mit drei anderen Hundejungs Gassi, zwei große und ein kleiner. Naja, und da sind wir beiden Mädels dann immer die “Hennen im Korb”. Leider werde ich noch nicht abgeleint, ich habe halt ein sehr großes Jagdfieber, rieche alles und stehe dann auf meinen zwei Hinterbeinchen damit ich sehen kann, was da im Feld so sitzt, und du kannst mir glauben, wenn ich dann könnte, dann würde ich auch hinterher laufen. Ich kann übrigens auch auf den zwei Hinterbeinen weiterlaufen . Mein Frauchen hat mir aber versprochen, dass sie mir im Herbst wenn alles abgemäht ist, mal die Chance geben will im Feld rumzutoben. Dann nehmen wir aber auch noch den Ball mit, damit ich gar nicht erst auf dumme Gedanken komme. Dabei höre ich eigentlich gut, wenn ich gerufen werde komme ich in der Regel, es sei denn...................Jutta ist da ein bisschen ängstlich, sie sagt, es würde ihr das Herz brechen, wenn einer von uns vor ein Auto laufen würde. Deswegen hat sie Emmely, die jagd nämlich genauso gerne wie ich, und mich immer an der Leine. Felix darf immer frei laufen, d.h. natürlich auch nur im Feld, aber den interessieren die Hasen und Rehe auch nicht mehr. Er ist wohl zu alt, oder zu bequem dazu. Überhaupt sind auch wir Mädels ihm oft zu anstrengend. Er sieht uns dann immer nur beim Spielen zu. Aber manchmal, da kuschelt er auch mit uns. Ja, und mit meiner Schwester Emmely verstehe ich mich im Großen und Ganzen gut, Streit gibt es immer nur um die Spielsachen. Ich will nämlich immer genau das haben was Emmely hat, und selbst wenn Frauchen zweimal genau die gleichen Sachen kauft, dann nehme ich Emmely ihres weg, weil das riecht dann ja viel besser. Am Anfang hat sie sich das gefallen lassen und nur blöde geguckt, aber jetzt motzt sie mich doch tatsächlich immer an. Naja, und dann gebe ich nach, sie ist ja die ältere, auch wenn sie kleiner ist, und richtig Zickenalarm will ich dann doch nicht haben. Mein Frauchen sagt, dass ich Felix richtig gut getan habe. Seit ich da bin, ist er auch im Umgang mit anderen Hunden viel lieber geworden. Ja, wir drei sind schon ein tolles Team. Ja, und weißt du was sie noch sagt, dass ich einer der problemlosesten Hunde bin, den sie je hatte. Ich verstehe mich mit jedem, durfte auch schon im alten Auto mitfahren, das ist ja das Hobby von Jutta und Eckhard, die Oldtimerveranstaltungen. Ja, und da habe ich mich vorbildlich benommen, und ich fahre auch sehr gerne Auto. Immer nehmen sie uns da aber nicht mit, Felix wird nämlich meistens schlecht im Auto, und dann dürfen wir nämlich zu unserem Menschenbruder Christian, weil das für uns doch lustiger ist wie zwischen vielen Menschen bei Oldtimertreffen rumzulaufen und von Felix vollgespuckt zu werden. Das einzige was mir Angst macht, sind Kinder, die aber haben ja oft auch nicht so ein gutes Benehmen wie ich, kommen einfach auf mich zu gerannt, schreien, poltern usw. Da erschrecke ich mich dann und belle schon mal. Aber ansonsten bin ich ein ganz toller Hunde, sagt mein Frauchen, und die muss es wissen, hat ja ihr Leben lang mit Hunden gelebt. Aber jetzt fällt mir doch noch etwas ein, ganz perfekt bin ich doch nicht. ich bin nämlich ein Morgenmuffel, ich mag überhaupt nicht aufstehen, würde am liebsten im Bett liegen bleiben, und die Welt ist dann erst für mich in Ordnung, wenn ich meine erste Gassirunde beginne, dann geht es mir gut.
Mein Frauchen bittet mich, dich mal zu fragen, ob es denn für die anderen auf Mallorca im Moment Interessenten gibt, da sind ja auch noch einige Welpen/Junghunde (Mary Lou und ihre Geschwister und Romeo). Hoffentlich haben die auch bald so ein Glück wie ich. Und dann will sie natürlich auch wissen, ob es dir wieder besser geht.

Liebe Beatrice, dann nun ich dir noch ganz viele feuchte Hundeküsschen von mir, ich geh nämlich bald schlafen und grüß mir all meine Kumpels von früher
Pepa

und natürlich auch liebe Grüße von Jutta und dem Rest



Update 15.03.2012

Liebe Frau Meyer-Zietz, liebe Beatrice,

nachdem Pepa nun fast zwei Wochen hier bei uns ist, wollte ich nochmal über ihr Leben hier berichten.

Wie ich ja schon geschrieben habe, hat sich die Kleine recht schnell hier sehr wohl gefühlt, leider kam sie dann aber wohl zu dem Entschluss, dass ihr alles gehören musste . Ich war ehrlich gesagt ein paar Tage recht verzweifelt. Pepa hat auf einmal alles verteidigt, Emmely und Felix durften nicht mehr aufs Sofa wenn sie drauf war, und das Spielzeug war auch alles ihr. Ich konnte das ja irgendwie auch nachvollziehen, weil sie offenbar Angst hatte alles wieder zu verlieren. Auch durfte sich uns keiner der anderen nähern wenn sie neben uns saß. Sie hat zwar nicht geschnappt, aber immer wieder geknurrt. Mir tat das besonders für Emmely sehr leid, weil sie noch nie mit irgend einem Hund Streit hatte, Emmely ist die Sanftheit in Person, und auch unser Felix, hat sich kaum dagegen gewehrt. Und ich wollte auf keinen Fall, dass die Hunde sich beißen, haben sie Gott sei Dank auch nicht. Wir haben dann aber sofort, immer wenn sie geknurrt hat, dafür gesorgt, dass sie vom Sofa runter ist, und man hatte das Gefühl, dass es ihr dann auch leid getan hat, bzw. sie wusste, dass sie etwas falsch gemacht hat. Sie war auch immer ganz verlegen dabei, man merkte wirklich, dass sie das nicht wollte, und sie tat mir dabei auch leid. Aber ich dachte wirklich ein paar Tage lang, dass wir ernsthafte Probleme bekommen. Aber seit vorgestern ist der Bann gebrochen, Emmely und Pepa sind dicke Freundinnen geworden, sie knurrt nicht mehr und spielt mit den anderen. Seit gestern gehen wir auch morgens mit der Gruppe Gassi mit der ich vor Pepas Erscheinen immer gegangen bin, und auch das klappt gut. Sie zeigt keinerlei Angst den anderen Hunden gegenüber, bellt auch draußen so gut wie nichts mehr an. Ihr Brustgeschirr hat sie aber immer noch an, auch lasse ich es meistens in der Wohnung noch an, einfach um im Notfall sie mal zurückhalten zu können. Pepa lernt sehr schnell, sie macht schon Sitz, kommt wenn man sie ruft usw. Sie ist eine kleine Lady, sieht sich gerne im Spiegel an, und wenn es draußen im Feld nach Jauche stinkt, dann rümpft sie die Nase und schüttelt sich .

Heute waren wir beim Tierarzt, weil sie die Augen ein bisschen gerötet hat. Ich hatte den Impfausweis mit, und unsere Tierärzte machen ein bisschen Stress deswegen. Sie sagen weil Pepa nur eine Impfung hat, müsste sie noch einmal eine komplette Grundimmunisierung bekommen. Ich bin jetzt ehrlich gesagt etwas verunsichert deswegen, aber im Impfpass steht wirklich nur eine Impfung, und die wäre jetzt schon zu lange her, um noch die zweite Grundimpfung hinterher zu geben.

So und nun soll ich allen noch ganz ganz liebe Grüße von Pepa und auch von Emmely und Felix, an den sich bestimmt keiner mehr erinnern kann, ausrichten.

Liebe Grüße


Jutta , Emmely, Pepa und Felix



Update 6.03.2012

Liebe Frau Meyer-Zietz, liebe Beatrice,

nachdem Pepa nun fast drei Tage hier ist, möchte ich noch einmal berichten.
Sie ist sehr anhänglich, folgt uns auf Schritt und Tritt, was natürlich auch noch mit ihrer Unsicherheit zu tun hat. Draußen im Garten bellt sie nämlich beim kleinsten Geräusch, und noch immer traut sie sich im Haus noch nicht überall alleine hin. Schlafen tut sie wie selbstverständlich nur im Bett. ) Als hätte es nie etwas anderes gegeben. Und da liegt sie ganz entspannt auf dem Rücken, alle Viere von sich gestreckt. Was sie wohl überhaupt nicht kannte sind Treppen, die wollte sie erst nicht laufen, aber die Angst hat sie verloren. Da wir direkt am Feld wohnen geht sie auch schon mit ihrem Sicherheitsgeschirr mit ins Feld, allerdings weiß sie dort nicht so richtig was sie soll. Heute hat sie das erste Mal im Feld Pippi gemacht, das ist überhaupt unser größtes Problem. Wäre ja nicht schlimm wenn sie im Haus mal machen würde, nein sie macht nur zweimal am Tag Pippi, und das im Garten, wenn sie glaubt unbeobachtet zu sein. Wir haben sie im Garten dann an der Schleppleine, so dass sie sich ein bisschen entfernen kann, sonst würde sie gar nichts machen. Ich habe noch nie einen Hund gehabt, der so wenig Pippi macht, Emmely ist das krasse Gegenteil. Das ängstigt mich schon ein bisschen. Pepa markiert auch nicht wenn die anderen gemacht haben, aber vielleicht kommt das noch. Sie macht keinerlei Anstalten wegzulaufen, klebt einem eher ständig am Bein, aber keine Sorge, ich werde sie nicht ableinen, ich weiß ja, dass ein ängstlicher Hund schon bei der kleinsten Kleinigkeit vor Schreck weglaufen kann. Heute morgen hat sie allerdings nichts gefressen, ich weiß nicht, ob bei Catalina die Hunde auch zweimal am Tag gefüttert werden, vielleicht kennt sie das ja nicht. Bei uns wird morgens und abends gefüttert. Mit Emmely und ihr klappt es gut, mit Felix haben wir noch ein bisschen Probleme, aber es wird von Tag zu Tag besser. Er wird sich an sie gewöhnen. Ja im Großen und Ganzen ist zu sagen, ich denke sie fühlt sich “hundewohl” hier, auch wenn sie noch in vielem sehr unsicher ist, und sie scheint wahnsinnige Verlassensängste zu haben. Wenn sie mal für ein paar Sekunden alleine in einem Raum ist weint sie sofort. Eigentlich wundert es mich ein bisschen, dass sie sich gleich so eng an uns Menschen angeschlossen hat, da sie ja bei Catalina überwiegend Kontakt zu Hunden hatte. Ach ja, und das komische ist, wenn wir im Feld nur von Ferne einen Hund sehen, dann bellt sie ihn an. Ich hoffe, dass sich das noch ein bisschen legt. So, das waren in Kürze ein paar Neuigkeiten von Pepa.

Ganz liebe Grüße an alle auf Mallorca, auch an Pepas Hundefreunde, die noch da sind
Jutta, Pepa, Emmely und Felix

P.S. Meinen Sohn, der jeden Tag vorbeikommt und der auch die Hunde immer mal zu sich nimmt, wenn wir mal weg müssen und sie nicht mitkönnen, hat sie ganz besonders ins Herz geschlossen, und dabei dachte ich sie hätte vielleicht Angst vor Männern, weil die meisten Hunde ja von Männern misshandelt werden, und sie bei Catalina auch bestimmt keine Männer kennengelernt hat. Aber Gott sei Dank ist das Gegenteil der Fall.



Liebe Frau Meyer-Zietz,
Sie haben ja eben mit meinem Mann gesprochen, ich will Ihnen nun aber doch schnell selbst berichten.

Es hat erstaunlich gut mit Pepa geklappt. Als wir gestern zu Hause angekommen sind, kam sie sofort aus der Box raus und hat ihre Runde gemacht, sie ist also direkt zu meinem Mann, meinem Sohn, der auch gerade da war, weil er Felix und Emmely zurückgebracht hat, und mir gekommen, zwar auf Distanz aber sie war neugierig. Mein Sohn nimmt übrigens immer unsere Hunde zu sich, wenn wir mal weg müssen und sie nicht mitkönnen, so wie gestern, wir wollten sie nicht mit zum Flughafen nehmen, dachten das wäre vielleicht für alle zu stressig gewesen. Dann hat Pepa sich erst einmal in ihr Körbchen gelegt und nach draußen gesehen. Sie war schon ein wenig verlegen, aber das verging eigentlich recht schnell. Sie hat auch bald gefressen, das Futter haben wir ihr aber ans Körbchen gestellt, ja und abends hat sie dann schon auf dem Sofa gelegen. Die Nacht habe ich mit ihr im Gästezimmer verbracht, wollte sie noch nicht die erste Nacht mit Felix und Emmely im Schlafzimmer verbringen lassen wegen eventueller Eifersüchteleien. Ja, und sie hat bei mir im Bett gelegen . Ich muss nun natürlich sehen wie es nachts weitergeht, Felix und Emmely schlafen auch im Bett, das könnte noch ein bisschen problematisch werden. Emmely ist das ganze ein bisschen unheimlich, eben im Garten wollte Pepa ihr angeleint hinterher laufen und das war Emmely nicht geheuer, sie kennt das nicht, weil Felix ihr nie hinterher läuft und sie im Feld ja bei fremden Hunden sehr ängstlich ist. Ansonsten klappt das mit den Mädels ganz gut, Felix ist noch beleidigt, aber ich denke das bekommen wir hin, braucht halt ein bisschen Zeit. Pepa hat nun heute morgen ihr Sicherheitsbrustgeschirr anbekommen, und sie kommt damit auch gut klar. Bis jetzt hat sie noch nicht versucht sie daraus zu befreien oder es durchzubeißen. Überhaupt ist sie sehr lieb, allerdings doch sehr schreckhaft. Alles was sie nicht kennt macht ihr Angst, und sie bewegt sich noch nicht alleine durchs Haus, geht also nur mit wenn ich irgendwo hingehe, aber alleine würde sie den Raum noch nicht verlassen. Wir sind also bis jetzt angenehm überrascht wie gut es mit ihr klappt, und haben sie schon ganz fest in unser Herz geschlossen. Wenn ich nächste Woche die Box zurückschicke lege ich noch ein altes Brustgeschirr und eine alte Leine von unserem verstorbenen Joschi bei, ist zwar nicht mehr so schön, aber vielleicht haben Sie ja noch Verwendung dafür.
Ganz liebe Grüße
Jutta Daniels
P.S. Ich werde weiter berichten


Liebe Frau Meyer-Zietz, liebe Beatrice,

anbei nun ein paar Fotos von Pepa. Wir haben sie heute morgen aufgenommen, sie hat heute Riesenschritte gemacht, bewegt sich im Feld schon fast ohne Angst.
Ganz liebe Grüße
Jutta, Pepa, Emmely und Felix